“Ich wohne seit 60 Jahren in der Siedlung im Stadtsüden. Von klein auf war es immer so, dass jeder jedem hilft“, erzählt Michaela Konzer-Zäch, Mitarbeiterin der REWAG. „Als mein Mann und ich Anfang Januar den Feuermelder bei uns im Haus gehört haben, war sofort klar, wir müssen reagieren.“ In dem Mehrparteienhaus wohnen auch zwei ältere Damen. „Meine Nachbarin gegenüber hat die Wohnungstür geöffnet und gerufen, dass es bei ihr brennt. Daraufhin hat mein Mann sie zu uns in die Wohnung gebracht und ich habe mich in der Wohnung umgeschaut.“ Schnell war deutlich, der Brand im Wohnzimmer kann nicht von Laien gelöscht werden. Während ihr Mann die Dame vor das Haus in Sicherheit brachte und die Feuerwehr informierte, verständigte Frau Konzer-Zäch alle anderen Mieter im Haus. „Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Feuerwehr lobte unseren beherzten Einsatz. Durch das Verschließen der Türen wurde die Rauchentwicklung im Haus eingedämmt; auch die rasche Evakuierung der Mitbewohner:innen hat Schlimmeres verhindert. „Aber das Wohnzimmer der Nachbarin ist komplett zerstört. Für sie als Rentnerin wirklich ein enormer Schaden.“
„Leider ist es gerade für ältere Menschen mit niedrigen Renten in unserer Gesellschaft finanziell oft schwierig“, so Reinhard Brandl, Betriebsratsvorsitzender der REWAG und Regensburg Netz. „Wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende die Dame bei der Einrichtung ihres Wohnzimmers unterstützen können.“ Zusammen mit Thomas Kleinert, Konzernbetriebsratsvorsitzender von das Stadtwerk.Regensburg mit Tochtergesellschaften überreichte er der Dame den Scheck in Höhe von 1.500 Euro. „Das Thema Altersarmut begegnet uns immer häufiger. Dementsprechend ist es uns ein besonders Anliegen, in einem solchen Fall schnell und unbürokratisch helfen zu können,“ so Thomas Kleinert.
Erlös aus dem Topf „Cents für Gutes“
Das Geld stammt aus dem Topf „Cents für Gutes“. Bei der Aktion spenden viele Mitarbeiter:innen bei das Stadtwerk.Regensburg mit Tochtergesellschaften, REWAG und Regensburg Netz die Cent-Beträge beziehungsweise einen kleinen freiwilligen Betrag ihrer Gehaltsabrechnung. Seit 20 Jahren gibt es die Aktion. „Für den Einzelnen ist das kaum spürbar, aber in Summe kamen bereits über 110.000 Euro zusammen, mit denen jedes Jahr soziale Projekte und benachteiligte Menschen in der Region unterstützt wurden“, erzählt Reinhard Brandl.